Der (Prüfungs-)Weg zum brauchbaren Jagdhund in NRW:


Der Gesetzgeber fodert in § 30 Landesjagdgesetz NRW unter der Überschrift
“Jagdhunde“

(1) Bei der Such- und Bewegungsjagd, bei der Jagd auf Wasserwild sowie bei jeder Nachsuche sind brauchbare Jagdhunde zu verwenden.........


Jagdlich „brauchbar“ ist ein Jagdhund in NRW wenn er eine Prüfung bestanden hat, die den

Richtlinien zur Feststellung der Brauchbarkeit von Jagdhunden im Land NRW“ entspricht.

https://www.ljv-nrw.de/media/1439370558_bpo_nrw_2015.pdf

http://www.ljv-nrw.de/inhalt/ljv/die-jagd/brauchbarkeitsprufung-/richtlinien-zur-feststellung-der-brauchbarkeit-von-jagdhunden-im-land-nrw-in-kraft/6_5379.html


also enweder


die sog. Brauchbarkeitsprüfung (für die Nachsuche auf Niederwild außer Rehwild nach §6)

(für die Nachsuche auf Schalenwild nach §7)

(für das Arbeitsgebiet Stöbern nach §8)

Nennformulare hier: http://www.ljv-nrw.de/media/1439370613_nennung_brauchbarkeitspruefung.pdf


Oder

für die Nachsuche auf Niederwild außer Rehwild nach §6 die Solms/HZP mit anschließender Prüfung der Zusatzfächer nach Ziffer 6. Da die Solms/HZP nicht alle Prüfungsfächer der „Brauchbarkeitsprüfung“ enthält müssen diese zur Festellung der Brauchbarkeit des Hundes für die Nachsuche auf Niederwild außer Rehwild nach bestandener Solms/HZP geprüft werden: allgemeiner Gehorsam, Leinenführigkeit, Verhalten auf dem Stand, Freiverlorensuche und Bringen von Federwild und Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer.

Falls bei der HZP nicht alle Bringarbeiten „ohne Einwirken bei Fehlverhalten“ bestanden wurden, so ist/sind die Bringarbeit/Bringarbeiten bei denen bei Fehlverhalten eingewirkt werden musste in einer Nachprüfung im Rahmen der Zusatzfächer zu wiederholen; der brauchbare Jagdhund muß selbständig, ohne Einwirken bei Fehverhalten, bringen!


Zusätzlich zur Nennung zur Solms/HZP ist auch das Nennformular zur Brauchbarleitsprüfung“ wir folgt auszufüllen: Anzukreuzen ist dann nicht

„Nachsuche auf Niederwild (außer Rehwild) sondern nur

Er soll die Zusatzprüfung nach Ziffer 6 der Richtlinien zur Feststellung der

Brauchbarkeit von Jagdhunden im Land NRW ablegen „

Außerdem ist in der Zeile anerkannte bestandene Prüfung die (gerade) bestandene Solms/HZP/VGP mit Datum einzutragen.

Bei bestandener VGP muß als Zusatzfach zur Festellung der Brauchbarkeit für die Nachsuche auf Niederwild (außer Rehwild) nur noch das Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer mit entsprechender Nennung (s.o.) geprüft werden, falls in der VGP oder in einer anderen Prüfung vorher nicht geprüft.

Ist der Hund irgendwann einmal an der lebenden Ente erfolgreich geprüft worden ist das entsprechende Zeugnis in Kopie beizufügen.


Zusammenfassend:

-Brauchbarkeitsprüfung

-Solms/HZP + Zusatzfächer

-VGP + Zusatzfach


Dr. R. Viehmeister-Philipps